
22.04.26 –
Seit der vergangenen Woche sorgt ein Antrag der CDU- und FDP-Stadtratsfraktion für viel Diskussion: Gefordert wird der Rückbau des geschützten Radfahrstreifens auf der Großen Diesdorfer Straße. Nach Aussage des Fraktionsvorsitzenden im MDR sei das als Modellprojekt angelegte Vorhaben gescheitert. Die Schutzelemente würden Probleme verursachen, die nicht durch positive Effekte aufgewogen würden.
Wir sagen dazu ganz klar: Nein! Sichere Radwege sind keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Am Sonntag, den 19. April, waren wir vor Ort, um mit Anwohner:innen ins Gespräch zu kommen und auf die anstehende Entscheidung im Stadtrat aufmerksam zu machen. In diesem Rahmen haben wir auch Unterschriften für eine private Petition zum Erhalt der Protected Bike Lane gesammelt. Die Passant:innen äußerten Unverständnis über die Rückbaupläne und äußerten klar den Wunsch nach einer sicheren und zukunftsfähigen Verkehrspolitik.
Der Antrag der CDU/FDP-Fraktion verkennt die tatsächliche Lage und gefährdet die Sicherheit von Menschen, die täglich mit dem Fahrrad auf der Großen Diesdorfer Straße unterwegs sind. Ein Rückbau würde nicht nur einen wichtigen Schutzraum beseitigen, sondern auch dazu beitragen, dass Verkehrsregeln wieder leichter missachtet werden können. Wie notwendig dieser Schutz ist, zeigen konkrete Vorfälle: Laut ADFC wurde im Jahr 2024 ein Kind verletzt, als ein Auto versuchte, eine Straßenbahn auf dem Radfahrstreifen zu überholen. Zuvor kam es 2017 an gleicher Stelle zu einem tödlichen Unfall, bei dem eine Radfahrerin von einem Kleintransporter erfasst wurde.
Ereignisse wie diese machen deutlich, dass es nicht weniger, sondern mehr sichere Infrastruktur braucht. Dafür kämpfen wir!
Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/schnell-handeln-geschuetzten-fahrradstreifen-auf-der-grossen-diesdorfer-strasse-erhalten
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