Pro und Kontra Stadtmarschbebauung

Am 28.3. gab es im Forum Gestaltung auf Initiative des Magdeburger Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema Stadtmarschbebauung im Kontext der Stadtentwicklung. Eingeladen waren Stadtplanungsamtsleiterin Heide Grosche, der Vorstand der MWG Thomas Fischbeck als potenzieller Bauherr und der grüne Stadtrat Tom Assmann. Moderiert wurde von der Kunsthistorikerin und Autorin Sabine Ullrich.

Am 28.3. gab es im Forum Gestaltung auf Initiative des Magdeburger Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema Stadtmarschbebauung im Kontext der Stadtentwicklung. Eingeladen waren Stadtplanungsamtsleiterin Heide Grosche, der Vorstand der MWG Thomas Fischbeck als potenzieller Bauherr und der grüne Stadtrat Tom Assmann. Moderiert wurde von der Kunsthistorikerin und Autorin Sabine Ullrich.

Wir brauchen und wollen eine qualifizierte Diskussion, welches Konzept städtebauliche Grundlage sein soll für eine anspruchsvolle Gestaltung dieses zentralen Bereiches der Stadt. Wenn bebaut werden sollte, ist ein Wettbewerbsverfahren für eine bestmögliche Gestaltung des gesamten Areals inklusive der öffentlichen Freiräume, Zuwegungen und öffentlicher, ggf. auch gewerblicher Nutzungen, Basis für das weitere Planungsverfahren, das dann nicht nur Wohnen vorsehen sollte. Darüber war sich das Podium einig, ebenso über den Wunsch breiter Beteiligung und öffentlicher Diskussion. Letzteres war auch Wunsch der Besucher*innen, denn es wurde rege diskutiert.

Mehrmals wurde die Bebauung des Stadtmarsches durch die Hochwassergefährdung in Frage gestellt. Die Vereinbarkeit von hoher Wohnqualität mit Veranstaltungen auf dem Messeplatz und im Stadtpark wurde als kaum lösbar angesehen. Auch die Frage nach dem Anteil von Sozialwohnungen wurde gestellt. Sind die baulichen Auflagen (Aufständerung, Mauern…) überhaupt vereinbar mit einem attraktiven Wohn- oder Mischgebiet in puncto Flanieren und Verweilen?

Pro Bebauung: Bei hochwertiger städtebaulicher und architektonischer Lösung könnte es ein Wahrzeichen für Magdeburg werden im Sinne Bruno Tauts und neue Nutzungsräume bieten mit Blick auf die Stadtsilhouette.

Kontra Bebauung: Konkurrenz zur Innenstadt, deren Urbanität und kulturelle Lebendigkeit unterentwickelt sind. Warum ohne Not in hochwassergefährdeten Bereichen überhaupt bauen? Das entspricht nicht den neuesten Prämissen im Hochwasserschutz. Möglichkeiten für Festplatz, moderne, öffentliche Sportflächen, Mehrgenerationenspielplätze, Bürgergärten sollten erhalten werden.

Fazit: Bevor weitere Bilder, Skizzen über mögliche Bebauungen in diesem konkreten Bereich veröffentlicht werden, braucht es eine grundsätzliche Diskussion, an welchen Orten der Stadt welche Nutzungen gewollt sind und was das für eine Entwicklung am Stadtmarsch bedeutet. Die Diskussion war konstruktiv, respektvoll und sollte nicht die letzte sein.

Angela Korth, Kreisvorstand BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Magdeburg

Kategorie

Aktuell Bauen Berichte Elbe Hochwasserschutz Innenstadt Kommunale Unternehmen Naturschutz Presse Slider Stadtentwicklung Umwelt Wirtschaft Wohnen