Hearing im Regenbogencafé

Am Abend des 14.05.2014 veranstaltete der Lesben- und Schwulenverband Sachsen-Anhalt ein Hearing mit einigen KommunalwahlkandidatInnen, um die verschiedenen Positionen der Parteien gegenüber den Forderungen des Verbandes an die Stadt Magdeburg und zu den Europawahlen zu diskutieren. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde vertreten durch Tom Assmann, Spitzenkandidat im Wahlbereich 08, sowie den Landesvorsitzenden Sebastian Lüdecke.

Am Abend des 14. Mai 2014 veranstaltete der Lesben- und Schwulenverband Sachsen-Anhalt ein Hearing mit einigen KommunalwahlkandidatInnen, um die verschiedenen Positionen der Parteien gegenüber den Forderungen des Verbandes an die Stadt Magdeburg und zu den Europawahlen zu diskutieren. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde vertreten durch Tom Assmann, Spitzenkandidat im Wahlbereich 08, sowie den Landesvorsitzenden Sebastian Lüdecke.

Das Hearing bezüglich der 9 Forderungen an die Stadt Magdeburg verlief in seltsamer Einigkeit zwischen den VertreterInnen der geladenen Parteien. So unterstützen sowohl Lydia Hüskens (FDP), Oliver Müller (Die Linke), Falko Grube (SPD), Timo Schulze (CDU) und ebenso der Vertreter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Tom Assmann den Forderungskatalog.

Einigen Diskussionsbedarf warf Punkt 8 auf, der verpflichtende Weiterbildungen für städtische MitarbeiterInnen in den Bereichen Bildung, Erziehung, Soziales, Sport, Kinder/Jugend und Senioren fordert. Hier stellte Frau Hüskens klar, dass sie nichts von dem Zwang zur Weiterbildung halte und diese auf freiwilliger Basis zu erfolgen habe. An dieser Stelle widersprach Tom Assmann entschieden. „ Besonders im Umfeld der Schule ist Homophobie und Mobbing weit verbreitet. Hier muss ein tolerantes Klima geschaffen werden, das auch verpflichtende Weiterbildungen beinhalten muss.“ Ein Gast führte dann weiter aus, dass die Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema LSBTI bereits am besten schon während der Ausbildung erfolgen sollte.

Neben der Finanzierungsproblematik der AIDS-Hilfe wurden besonders die Ehrung von Magnus Hirschfeld und die Einbindung der LSBTI-Community in das städtische Leben diskutiert. Abschließend blieb Tom Assmann nur anzumerken: „wenn sich im neuen Stadtrat alle so einig sind wie heute, dann erreichen wir sehr schnell die gestellten Forderungen. Nur leider kann ich daran nicht ganz glauben.“

Nach dem ersten Abschnitt zur Stadt Magdeburg wurde im zweiten Teil der Veranstaltung die Situation von LSBTI in der Europäischen Union thematisiert und die Forderungen und Maßnahmen der Parteien diskutiert. Während sich die CDU hier vollkommen von dem Podium verabschiedete übernahmen der Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sebastian Lüdecke, Arne Lietz (SPD) und André Röthel (Die Linke) die Plätze ihrer kommunalen Vorredner. Im Fokus standen die Umsetzung der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie, die seit ihrer 1. Lesung im EU-Parlament auf Umsetzung wartet und von der deutschen Bundesregierung ausgebremst wird, sowie die EU-Roadmap zur Gleichstellung von LSBTI Personen.

Sebastian Lüdecke wies zudem deutlich darauf hin, am 25. Mai zur Wahl zur gehen, um rechten und rechtspopulistischen Parteien keinen Sitz im Europäischen Parlament zu geben. Dies wäre Gift für die Bemühungen zur europaweiten Gleichstellung.

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Aktuell Bürgerrechte LSBTI WB 08