Pappsatt-Festival auf dem Alten Markt

„Pappsatt - Rettet Euer Essen" − unter diesem Motto haben sieben Studentinnen der Otto-von-Guericke-Universität mit dem Verein KanTe ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem sie für Wertschätzung von Lebensmitteln und gegen deren Verschwendung werben. Dazu sammelten sie Gemüse, das nicht der äußeren „Norm" entspricht und deshalb unverkäuflich ist. Am 11. Oktober wurden die Bürger zu einem von „Madame Lulu" zubereiteten veganen Essen eingeladen, sollten aber beim Waschen und Schnippeln von Möhren, Sellerie, Kürbis und anderen Köstlichkeiten der Saison helfen.

09.10.14 –

„Pappsatt - Rettet Euer Essen" − unter diesem Motto haben sieben Studentinnen der Otto-von-Guericke-Universität mit dem Verein KanTe ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem sie für Wertschätzung von Lebensmitteln und gegen deren Verschwendung werben.

Dazu sammelten sie Gemüse, das nicht der äußeren „Norm" entspricht und deshalb unverkäuflich ist. Am 11. Oktober wurden die Bürger zu einem von „Madame Lulu" zubereiteten veganen Essen eingeladen, sollten aber beim Waschen und Schnippeln von Möhren, Sellerie, Kürbis und anderen Köstlichkeiten der Saison helfen. Trotz Regenwetter füllten sich am Alten Markt die Plätze schnell mit Besuchern, die bei Livemusik und informativen Vorträgen eifrig mitarbeiteten.

Der Kreisverband Magdeburg von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat das Projekt von KanTe e. V. gerne unterstützt. Dorothea Frederking (MdL) brachte es zum Auftakt der Veranstaltung auf den Punkt: Viele Menschen seien pappsatt von Gentechnik auf dem Acker. Diese leiste weder einen Beitrag zur Bekämpfung von Hunger noch zur Reduzierung von Pflanzenschutzmitteln, gefährdet jedoch die Artenvielfalt und macht landwirtschaftliche Betriebe von Saatgutkonzernen abhängig.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN propagieren für die Grundversorgung mit Lebensmitteln regionale Wirtschaftskreisläufe mit kurzen Wegen. Mit fairen Spielregeln müssen Bedingungen für eine art-, umwelt- und klimagerechte Landwirtschaft geschaffen werden. Und mit einer verbindlichen Kennzeichnung der Herstellungsbedingungen sollten VerbraucherInnen informiert werden, damit sie die Möglichkeit haben, sich für mehr Natur- und Tierschutz zu entscheiden.

Eine besondere Aktualität erhielt das Thema, weil am selben Tag der europaweite Aktionstag gegen das, auch von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN abgelehnte Freihandelsabkommen TTIP stattfand, das u. a. auch Standards im Verbraucher- und Umweltschutz aufweicht.

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