BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Magdeburg

Kunst am Bau – Bau ohne Kunst?

In Magdeburg gab es in jüngster Geschichte wohl kaum ein Kunstwerk über das so viel und kontrovers diskutiert wurde, wie über die Installation am Gebäude der Oberfinanzdirektion in der Otto-von-Guericke-Straße. Im Volksmund gab es viele Namen dafür, was auch ein Zeichen für große Wahrnehmung ist. Mit der Installation nach einem Entwurf von Prof. Ludwig Ehrler (1939 – 2014) wurde die Oberfinanzdirektion 1995 zu einem der bekanntesten Neubauten der Stadt.  

26.06.18 – von A. Korth –

In Magdeburg gab es in jüngster Geschichte wohl kaum ein Kunstwerk über das so viel und kontrovers diskutiert wurde, wie über die Installation am Gebäude der Oberfinanzdirektion in der Otto-von-Guericke-Straße. Im Volksmund gab es viele Namen dafür, was auch ein Zeichen für große Wahrnehmung ist. Mit der Installation nach einem Entwurf von Prof. Ludwig Ehrler (1939 – 2014) wurde die Oberfinanzdirektion 1995 zu einem der bekanntesten Neubauten der Stadt.

Angela Korth (Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur von Bündnis90/Die Grünen Magdeburg) sagte dazu schon vor Jahren: „Nun stellen wir uns doch mal vor wie langweilig und charakterlos das Gebäude ohne die Kunst am Bau wäre“, allerdings ohne zu ahnen, dass dies einmal eintritt. Sämtliche Teile der Installation wurden abgesägt, die Befestigungen sind als hässliche Stummel im Mauerwerk verblieben. Selbstverständlich muss die Sicherheit für Menschen auf den Gehwegen zu jedem Zeitpunkt gewährt sein. „Entgegen allen Gerüchten ist keines der Objekte abgefallen. Eine Routinekontrolle hatte lediglich Schäden an einzelnen Befestigungen ergeben. Eine Sicherungsmaßnahme musste durchgeführt werden“, stellt Korth klar.

Die Arbeitsgruppe Kultur von Bündnis90/Die Grünen wünscht sich Respekt im Umgang mit Kunst und Kultur. Dazu gehört das Suchen nach Lösungen für einen Erhalt von gefährdeten Kunstwerken. Dies ist mitunter teurer und langwieriger als das Entfernen. Der Presse war zu entnehmen, dass die Objekte eingelagert wurden. Damit besteht immer noch die Möglichkeit der Wiederherstellung der Installation. „Dies wünschen wir uns im Sinne einer kulturvollen Stadt. Die von Landes- und Bundesbehörden veranlasste Zerstörung des Kunstwerks wirft ungerechtfertigt ein schlechtes Licht auf Magdeburg“ ist Korths Fazit.

 

Angela Korth
Sprecherin der AG Kultur von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Magdeburg

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KURZBIOGRAFIE

  • geboren 1978 in Berlin
  • verheiratet, 3 Kinder
  • Digitalisierungsreferentin Staatskanzlei Sachsen-Anhalt
  • seit 2019 für Sachen-Anhalt beim Bund-Länder-Gespräch KI (Künstliche Intelligenz)
  • 2020 Erarbeitung Industriekultur-Strategie des Landes
  • 2015 Inhaltliche Vorarbeit zur Digitalen Agenda, partizipativer Ansatz: Digitaler Thesenanschlag im Netz
  • 2012 Bucerius Summerschool on Global Governance
  • 2011-2014 Büroleiterin des Chefs der Staatskanzlei
  • Staatskanzlei: verschiedene Referentenfunktionen im Bereich Kultur, Landesmarketing, Bildung und Grundsatzangelegenheiten
  • seit 2013 Netzwerk für Demokratie und Toleranz Sachsen-Anhalt
  • 2013 Abschluss Zertifikatsstudiengang Europapolitik, OvGU
  • Dr. rer. nat. Neurobiologie

SPORT

  • Weltmeisterin, 5 olympische Bronzemedaillen im Schwimmen
  • 56 internationale Medaillen
  • A-Nationalmannschaft 1995-2008
  • Vereine: SC Magdeburg und SV Halle
  • 2009-11 Vizepräsidentin Landesschwimmverband