KAPITEL 2 - Klasse statt Masse in der Landwirtschaft

Bild Grün für Mensch und Tier mit Emoticons Rind, Kücken und Schwein.

GRÜN für Mensch und Tier

Unser Ziel ist eine regionale bäuerliche Landwirtschaft, die gut für Mensch, Umwelt und Tier ist. Wir wollen uns auf unseren Sonntagsbraten freuen. Deswegen brauchen wir eine Tierhaltung, die das Futter selber anbaut, die Tiere tiergerecht hält und Qualzuchten ablehnt. Wir wollen eine Landwirtschaft, bei der sich Bienen und Vögel wohl fühlen. Deswegen brauchen wir eine Bewirtschaftung ohne Gentechnik, bei der Ackerränder und Gewässerrandbereiche Lebensraum für viele Arten bieten und die Beachtung der Fruchtfolge selbstverständlich ist.

ENTSCHEIDEN SIE SICH FÜR:

• artgerechte Tierhaltung
• gesunde regionale Lebensmittel
• eine vielfältige Agrarlandschaft

Für eine naturverträgliche Landwirtschaft

Fruchtbare Böden, saubere Luft und sauberes Wasser, Tiere, denen es gut geht und eine reiche Tier- und Pflanzenwelt: Diese Art der Landwirtschaft, die gute und gesunde Lebensmittel produziert, wollen die meisten Menschen in unserem Land. Doch die Realität ist davon noch ein viel zu großes Stück entfernt. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt so verändern, dass die Qualität der Arbeit und der Lebensmittel, der Schutz der Umwelt und der Tiere im Vordergrund stehen.

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Tierschutz erhöhen – Tiertransporte und Qualen in der Zucht verringern

Tiere müssen als fühlende Mitgeschöpfe wahrgenommen werden, und ihren Bedürfnissen muss entsprochen werden, sowohl in den Ställen als auch in den Schlachthöfen. Wir wollen keine Mega-Schlachthöfe, sondern dezentrale Schlachtstrukturen. Das reduziert die Transportzeiten und verringert das Leid der Tiere.

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Klasse Tierhaltung ohne Geruchsbelästigung

Unsere Nase, unsere Gesundheit und unser Ökosystem werden es uns danken: Bei allen großen Tierhaltungsanlagen sollen Filteranlagen verpflichtend eingebaut werden. Bei allen kleinen Anlagen soll geruchsbindende Einstreu eingeführt werden.

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Vielfalt für Biene und Co.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für den Erhalt und die Renaturierung der Lebensräume einer vielfältigen Flora und Fauna ein, welche von unschätzbarem Wert sind. Feldraine und Wasserrandstreifen sind hierfür wichtige Biotope, da sie zum Beispiel Lebensraum und Nahrung für Bienen und andere Insekten, Kleinsäuger, Reptilien und Amphibien bieten.

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Sauberes Wasser statt Nitratbelastung

Wir wollen unsere Böden und unser Wasser schützen und treten daher für eine bodengebundene Landwirtschaft ein. Der Anbau von Futtermitteln und die Ausbringung von Wirtschaftsdünger müssen eine ökologisch sinnvolle Kreislaufwirtschaft ergeben.

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Heimische Eiweißpflanzen statt Sojaimporte

Heimische Eiweißpflanzen, sogenannte Leguminosen, sind die Lösung vieler unserer ökologischen Sorgen. Körnerleguminosen können Sojaimporte aus Übersee ersetzen und feinsämige Eiweißpflanzen können teilweise als Grundfutter statt Maissilage eingesetzt werden. Eiweißpflanzen lassen sich gut in Fruchtfolgen integrieren.

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Gute Böden in Sachsen-Anhalt

Unsere kostbaren Böden sind heißbegehrt. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gehört der Boden in die Hände derjenigen, die ihn bewirtschaften. Daher wollen wir außerlandwirtschaftliche Investorinnen und Investoren vom Bodenmarkt zurückdrängen. Landwirtschaftliche Betriebe sollen die Flächen zu angemessenen Preisen kaufen oder pachten können.

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Mehr Öko in der Landwirtschaft

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für die Stärkung des Ökolandbaus als umweltfreundlichste und ressourcenschonendste Landbewirtschaftung ein und wollen erreichen, dass 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach den Ökorichtlinien bewirtschaftet werden. Damit sich dieser Herausforderung auch kleinere Betriebe stellen, sehen wir in einem pauschalen und erhöhten Kontrollkostenzuschuss pro Betrieb einen Anreiz.

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Natürlichkeit statt Gentechnik

Im Jahr 2012 lagen die drei deutschen Gentechnik-Versuchsfelder in Sachsen-Anhalt. Kein Zufall, denn in Sachsen-Anhalt wurde seit Jahrzehnten trotz erheblicher Bedenken und Ablehnung in der Mehrheit der Bevölkerung in diese Technologie und die Gentechniklobby investiert. Wir wollen aus der Agro-Gentechnik aussteigen und uns für Anbauverbote sowohl national als auch europaweit einsetzen.

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