KAPITEL 3: Mit Bildung in die Zukunft

GRÜN für bessere Bildung

Genug Personal und größere Gestaltungsspielräume vor Ort
Gute Bildung stärkt das Vertrauen in die Zukunft und die Demokratie. Darum brauchen wir gute Bildung für jeden Menschen von Anfang an, Herkunft darf keine Barriere sein. Wir wollen ein Land, dass in bessere Bildung investiert, mit genug Personal für individuelle Förderung, mit starken Lerngemeinschaften in Kita, Schule und beruflicher Bildung. Wir wollen die Gestaltungsmacht vor Ort stärken, damit die Bildungslandschaft zur Gemeinde passt. Wir wollen exzellente Hochschulen für kluge Köpfe und eine starke Wirtschaft.

ENTSCHEIDEN SIE SICH FÜR:

• gerechte Bildungschancen für jedes Kind
• attraktive Ausbildungen für Lehrer*innen und Erzieher*innen
• gut finanzierte, weltweit konkurrenzfähige Hochschulen

Für Bildungsgrechtigkeit

Mehr Gerechtigkeit und höhere Qualität: darauf kommt es uns an. Gemeinsam mit allen Beteiligten wollen wir unsere Bildungslandschaft weiterentwickeln.

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Kitas sind der erste Baustein im Bildungssystem

Der positive Bildungseffekt des Krippenbesuchs ist belegt. Insbesondere kann der Krippenbesuch die Bildungschancen von Kindern aus benachteiligten Verhältnissen deutlich verbessern. Deshalb wollen wir die politische Verantwortung für Krippen und Kindergärten in das Bildungsressort legen.

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Qualität in Krippe, Kindergarten und Schule sichern

Durch das Konzept der Ganztagsschulen erhält die pädagogische Arbeit an den Schulen eine stärkere Bedeutung, gerade im Grundschulbereich muss das entsprechende Angebot ausgebaut werden. Qualitätsstandards an den Schulen und vorschulischen Bildungseinrichtungen sollen deshalb sowohl die pädagogische Qualität und den Bildungserfolg, als auch die materielle und personelle Ausstattung definieren und vergleichbar machen.

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Kurze Beine, kurze Wege, lokale Lösungen

Jede lokale Situation sieht anders aus, daher kann direkt vor Ort besser geplant werden, ob eine Schule eröffnet oder geschlossen werden soll, ob es Schulverbünde auch unterschiedlicher Schulformen geben soll, wie der Unterricht organisiert wird. Längeres gemeinsames Lernen wird durch die Gemeinschaftsschule ermöglicht.

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Fördern statt Sitzenbleiben

Wir gestalten in den Grundschulen eine flexible, kindgerechte, jahr-gangsgemischte Schuleingangsphase, die je nach Entwicklungstand und Lerngeschwindigkeit eines Kindes ein bis drei Jahre dauern kann. Durch lückenschließenden Unterricht an der Ganztagsschule wird das Sitzenbleiben abgelöst.

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Länger gemeinsam lernen

Um die soziale Gerechtigkeit zu erhöhen und allen Kindern eine Bildungschance zu geben, wollen wir das viel zu frühe Sortieren der Kinder beenden. Zumal die Sortierung nach der vierten Klasse stark durch den sozialen Hintergrund bestimmt ist. Dazu schaffen wir das Angebot einer zehn- bis dreizehnjährigen gemeinsamen Lernzeit in der Gemeinschaftsschule.

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Schulautonomie fördern

Gute Schulen benötigen mehr eigene Gestaltungsspielräume. Jede Schule sollte unabhängig von ihrer Trägerschaft pro Schuljahr je Schülerin und Schüler einen festen Finanzbeitrag erhalten, mit dem die Schule selbstständig arbeiten kann, sofern sie sich im Gegenzug verpflichtet, allen Kindern einen unentgeltlichen Zugang zu gewähren.

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Inklusion ermöglichen

Wir erwarten die konsequente Umsetzung der zum 1. Januar 2009 in Kraft getretenen UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Sie führt zu einer schrittweisen Auflösung von Förderschulen und Verlagerung der Förderangebote an allgemeinbildenden Schulen.

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Demokratie lernen

Schule ist der zentrale Ort in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Hier entwickeln sie eine Vorstellung von Demokratie, lernen den fairen Umgang miteinander, erfahren von Toleranz, Kompromissen und Regeln.

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In Umweltfragen (weiter)bilden

Unsere Umwelt bestimmt unsere Zukunft. Für wissenschaftliche und politische Fragen des Klima- und Umweltschutzes, des Naturschutzes, der Kulturlandschaften sowie des Verbraucherschutzes müssen Kinder und Jugendliche altersgerecht sensibilisiert werden.

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Homophobie und Geschlechterstereotypen von Anfang an entgegentreten

Schon der Unterricht in der Schule muss unterschiedliche sexuelle Identitäten als selbstverständliche Lebensweisen vermitteln. Leitbild und Ziel der schulischen und außerschulischen Bildung ist die vorurteilsfreie und selbstbestimmte Findung der eigenen sexuellen Identität.

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Berufliche Ausbildung für alle

Eine gute Zukunftschance für alle Jugendliche ist ein Gebot der Gerechtigkeit und unserer Solidarität. Es darf niemand abgehängt oder aufgegeben werden. Wenn Unterstützung hilft, dann wollen wir sie ermöglichen.

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Lehramtsstudiengänge modernisieren

Der Beruf der Lehrerinnen und Lehrer wird anspruchsvoller und vielfältiger. Umgang mit zunehmend heterogeneren Lerngruppen und Inklusion stellen eine Herausforderung an die Ausstattung der Schulen, aber auch an die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer dar. Notwendig ist, die pädagogischen, didaktischen und psychologischen Anteile in der Ausbildung zu verstärken.

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In Lehre und Forschung investieren

Leistungsfähige sowie international ausgerichtete Hochschulen sind zentrale Pfeiler der Zukunftspolitik für Sachsen-Anhalt, in die wir investieren wollen. Die Hochschulen sind in Sachsen-Anhalt erheblich unterfinanziert und die schwarz-rote Landesregierung setzt auf weitere Kürzungen in den Hochschulbudgets. Um die Freiheit von Lehre und Forschung zu gewährleisten, ist eine angemessene Grundfinanzierung der Hochschulen zu sichern.

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Die Humboldtsche Universität im 21. Jahrhundert etablieren

Bildung ist ein individueller Entwicklungsprozess, dem Gestaltungsspielräume eröffnet werden müssen. Die Ergebnisse des Bolognaprozesses sind Verschulung der Lehre sowie Bürokratisierung und Entdemokratisierung der Hochschulen. Hochschulbildung muss neu gedacht werden, und zwar unter gleichberechtigter Beteiligung der Betroffenen: Studentinnen und Studenten, Forschenden und Lehrenden.

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Für Nachhaltigkeit forschen

Wissenschaft und Forschung zu Nachhaltigkeit wollen wir in Sachsen-Anhalt als eine zentrale Leitidee zukünftiger Hochschulentwicklung fest verankern. Hierzu benötigen wir konkurrenzfähige Förderprogramme und thematische Schwerpunkte unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen, ökologischen Lebensweise.

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Informationen allen zugänglich machen

Wir wollen die öffentlichen Bibliotheken erhalten und ihre Angebote ausweiten und elektronisch zugänglich machen. Wir sehen dies als kommunale Pflichtaufgabe. Der Zugang zu Wissens- und Informationsbeständen ist ein elementares Grundrecht.

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Das Bund-Länder-Kooperationsverbot in der Bildung abschaffen

Das Grundgesetz wurde im Rahmen der Föderalismusreform unsinnigerweise so geändert, dass der Bund sich in der Bildungspolitik nur schwer engagieren kann und Länder bei Bildungsinvestitionen kaum durch den Bund unterstützt werden können.

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