KAPITEL 1a: Umwelt und Tiere schützen

GRÜN für Mutter Natur

Unser Ziel ist eine regionale bäuerliche Landwirtschaft, die gut für Mensch, Umwelt und Tier ist.
Wir wollen uns auf unseren Sonntagsbraten freuen. Deswegen brauchen wir eine Tierhaltung, die das Futter selber anbaut, die Tiere tiergerecht hält und Qualzuchten ablehnt.

Wir wollen eine Landwirtschaft, bei der sich Bienen und Vögel wohl fühlen. Deswegen brauchen wir eine Bewirtschaftung ohne Gentechnik, bei der Ackerränder und Gewässerrandbereiche Lebensraum für viele Arten bieten und die Beachtung der Fruchtfolge selbstverständlich ist.

Unsere Artenvielfalt und unser Naturreichtum sind durch Vernachlässigung bedroht. Statt Geld in die Natur zu investieren, will die Landesregierung die Elbe ganzjährig schifffahrbar machen.

ENTSCHEIDEN SIE SICH FÜR:

• artgerechte Tierhaltung
• gesunde regionale Lebensmittel
• eine reiche Natur und vielfältige Agrarlandschaft
• für eine naturnahe Elbe und eine Saale ohne Kanal
 

Umweltschutz geht alle an

Wir wollen auch die Anstrengungen verstärken, um das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz als UNESCO-Biosphärenreservat anerkennen zu lassen. Die Chancen, die sich damit verbinden, wollen wir vor Ort stärker betonen und damit die Menschen von dieser Idee weiter überzeugen. Wir unterstützen die Initiative, den Naturpark Drömling zu einem Biosphärenreservat weiterzuentwickeln und in der Colbitz-Letzlinger Heide - als einer der größten zusammenhängenden unzerschnittenen Räume in Deutschland - einen Naturpark auszuweisen.

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Natur braucht Schutz

Tiere und Pflanzen verdienen besonderen Schutz. Doch immer mehr Pflanzen- und Tierarten aus Sachsen-Anhalt sind zunehmend vom Aus­sterben bedroht. So hat sich beispielsweise die Anzahl der Vögel in un­serer Agrarlandschaft halbiert. Dies ist Folge großräumiger Veränderun­gen mit dem Verlust natürlicher Lebensräume, einer zu intensiven Landwirtschaft, einer naturfernen Bewirtschaftung der Wälder und noch immer zu häufigen Versiegelungen von Flächen aufgrund unsinniger Baumaßnahmen.

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Unser Klima - unsere Zukunft

Der Klimawandel ist die weltweite Herausforderung dieses Jahrhunderts. Der Klimawandel betrifft nicht nur Menschen auf anderen Kontinenten oder in späteren Zeiten, sondern wirkt sich schon jetzt in vielen unserer Lebensbereiche negativ aus – zum Beispiel auf Gesundheit, Stadtklima, Land- und Forstwirtschaft, Wasser- und Energiewirtschaft.

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Hochwasserschutz naturnah

Sachsen-Anhalt braucht angesichts des Klimawandels dringend einen vorsorgenden ökologischen Hochwasserschutz. Wo Flüsse natürlich fließen können, sind Hochwasserschäden viel geringer. Ziel muss es sein, den Flüssen mehr Raum durch zusätzliche Überflutungsflächen zu geben und sie so weit wie möglich natürlich und frei fließen zu lassen.

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Elbe schützen

Die Elbe ist einer der letzten naturnahen Flüsse Europas und ein unfassbarer Schatz für Sachsen-Anhalt. Ihre Auen haben eine herausragende Bedeutung für den Schutz der biologischen Vielfalt, doch leider stehen heute nur noch ca. 20 Prozent ihrer ehemaligen Überflutungsflächen zur Verfügung – das erhöht auch die Hochwassergefahr beträchtlich und nimmt Tieren und Pflanzen Lebensraum. Wir wollen daher die Auen wieder naturgemäß an die Elbe anbinden.

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Gewässerzustand verbessern

In Sachsen-Anhalt existieren zahlreiche Fließgewässer. Durch Ausbaumaßnahmen in der Vergangenheit ist deren Qualität jedoch teilweise beeinträchtigt. Eine Verbesserung ihrer Gewässerstruktur und -qualität ist daher vielerorts dringend geboten. Auch die Verwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln belastet die Gewässerqualität und sollte in Gewässerrandstreifen grundsätzlich untersagt werden.

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Wildtiere gehören in die Natur

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass Haltung, Mitführen, Dressur und Verwendung von Wildtieren in Zirkusbetrieben beendet werden. Tierhaltung zur Pelzgewinnung lehnen wir ab. Wir möchten uns im Bundesrat (auch weiterhin) dafür einsetzen, ein generelles Wildtierverbot für Zirkusse auf Bundesebene einzuführen.

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Verantwortung für Wild-, Wald- und Heimtiere übernehmen

Der Wolf ist zurück in Deutschland. Sachsen-Anhalt gehört mit zu den Ländern, in denen sich der Wolf wieder angesiedelt hat. Auch der Luchs konnte nach über 200 Jahren wieder im Harz angesiedelt werden. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für den Schutz dieser Tiere ein.

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Abfall reduzieren statt importieren

Sachsen-Anhalt darf nicht länger die Müllkippe der Nation bleiben. Die hier entsorgten Abfallmengen und vorhandenen Entsorgungskapazitäten sind deutlich höher als das Abfallaufkommen im Land. Dadurch werden heute die Altlasten von morgen geschaffen, die in Zukunft mit hohen Kosten und Belastungen für die Umwelt verbunden sind.

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Wasserversorgung und Abwasser

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen eine Privatisierung der Aufgaben von Wasserversorgung und Abwasserbehandlung strikt ab. Wir wollen, dass der Bereich der Daseinsvorsorge generell bei der öffentlichen Hand bleibt.

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Gegen Lärm und für saubere Luft

Lärm macht krank und ist heute eines der größten Umweltprobleme. 70 Prozent der Bevölkerung leiden in Deutschland unter Verkehrslärm. Wir fordern daher, dass die Lärmkarten und –aktionspläne zügig fertiggestellt und dann wirksam umgesetzt werden.

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Lichtverschmutzung eindämmen

Lichtverschmutzung hat negative Auswirkungen auf die nachtaktive Tierwelt, den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen und die Sichtbarkeit des Sternenhimmels und stellt zudem eine erhebliche Energieverschwendung dar.

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