02.02.2014

Von: Petra Sperling

PM 02/14: Magdeburg muss sich nun für den Titel zur „Fair- Trade- Town“ bewerben

Kartenausschnitt Sachsen-Anhalt mit dem roten Fähnchen bei Magdeburg.

Noch steht das Fähnchen auf rot (Stadt arbeitet an der Umsetzung), aber nach dem Stadtratsbeschluss vom 17.01. wird Magdeburg die erste Fair-Trade-Stadt in Sachsen-Anhalt, wenn der OB es beantragt.

Auf der letzten Sitzung hat der Magdeburger Stadtrat mit einigen Gegenstimmen, aber doch mit großer Mehrheit Magdeburgs Bewerbung zur „Fair-Trade-Town" beschlossen. Damit steht fest. dass der Oberbürgermeister Dr- Lutz Trümper den letzten Schritt tun muss und die Bewerbung Magdeburgs an Trans Fair (Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt") e. V. - dem Initiator der bundesweiten Kampagne „Fair-Trade-Town" senden muss. „Die Mitglieder der Steuerungsgruppe freuen sich, dass die Arbeit der vergangenen zwei Jahre sich gelohnt hat. Sie hatten in enger Zusammenarbeit mit dem Umweltamt Magdeburg, der Verbraucherzentrale Sachsen- Anhalt, dem Trägerverein des Weltladens, VertreterInnen aus Kirchenkreisen und Gemeinden, dem Eine- Welt- Netzwerk Sachsen- Anhalt, sowie der Grünen Hochschulgruppe in den letzten Monaten viel Arbeit im Bereich der Recherche, in Bildungsveranstaltungen und in die Öffentlichkeitsarbeit gesteckt.", lobt Emanuel Fischer, Mitglied der Steuerungsgruppe.

Zum Hintergrund:
Am 12.11.12 hat der Magdeburger Stadtrat einstimmig beschlossen, die Initiative Magdeburgs sich zur ersten Fair- Trade- Town Sachsen- Anhalts zu bewerben, zu unterstützen. Dies wäre neben dem Imagegewinn für Magdeburg ein weiterer Schritt in eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft für die globalisierte Welt. Mit diesem Titel wird ein breiteres Bewusstsein für den fairen Handel gegen ausbeuterische und rücksichtlose Arbeits-und Produktionsbedingungen in Entwicklungsländern geschaffen. Zu den Kriterien für eine Fair-Trade-Town in der Größe Magdeburgs gehört, dass die Stadt in mindestens 33 Lebensmittelgeschäften faire Produkte anbietet, in 17 Gastronomiebetrieben faire Produkte angeboten werden, jährlich Bildungsveranstaltungen zum Thema „Fairer Handel" angeboten werden, dass sich eine lokale Steuerungsgruppe bildet und dass in den örtlichen Medien berichtet wird. All diese Kriterien wurden vorab erarbeitet und recherchiert. Eine Zustimmung des Stadtrates am 27.01.14 zur Bewerbung war die Bestätigung der vorangegangenen Arbeit.

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