Liebe Freundinnen und Freunde,

ich bewerbe mich bei euch für ein Mandat im Landtag, um grüne und moderne Ansätze noch stärker in die Landespolitik einzubringen. Ich möchte gern mein Wissen und meine Kraft für das Parlament einsetzen, weil ich die Regierungsarbeit seit neun Jahren aus eigener Praxis intensiv kenne und damit auch die Beschränkungen in der Umsetzung von wichtigen Maßnahmen. Und weil ich um die ungenutzten Möglichkeiten in vielen Themenfeldern für ganz Sachsen-Anhalt weiß.

Wo komme ich her, was bewegt mich

Seit 2011 arbeite ich in der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt, der zentralen Schnittstelle der Landesregierung für alle Ministerien, und zugleich Ministerium für Europa, Medien und seit 2015 auch für Kultur in verschiedenen Arbeitszusammenhängen. Durch meine Büroleitung für den Chef der Staatskanzlei Rainer Robra hatte ich 2011–14 mit allen Ministerien und allen aktuellen Themen der Landesregierung zu tun. Seit Geburt meines zweiten Kindes bin ich als Referentin tätig und entwickle verschiedene Themenschwerpunkte maßgeblich mit. Das reicht von Gesundheitsversorgung und Sport bis hin zu Auswertungen von Länder-Rankings.

Besonderer Arbeitsschwerpunkt bis heute ist die Digitalisierung. Ich habe die Grundlagen für eine digitale Agenda des Landes erarbeitet (Digitaler Thesenanschlag) und dabei einen stark partizipativen Ansatz verfolgt. Später ging dieses Politikfeld in das Wirtschaftsministerium über. Heute organisiere ich unter anderem das Digitalisierungskabinett und arbeite in verschiedenen Landes- und Bundesgremien mit, z.B. dem Bund-Länder-Gespräch Künstliche Intelligenz. 2019/2020 erarbeitete ich die Industriekultur-Strategie für das Land. Hierfür und auch grundsätzlich für meine Referententätigkeit habe ich viele Gespräche mit Verantwortlichen, Akteur*innen und Institutionen in ganz Sachsen-Anhalt geführt und sowohl die Potenziale als auch die Problemlagen kennengelernt.

Berufsbegleitend studierte ich Europapolitik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und nahm 2012 als erste Vertreterin des Landes an der internationalen Führungsakademie „Bucerius Summer School on Global Governance“ teil. Mit dem Wechsel in die Staatskanzlei beendete ich meinen Berufsweg als Naturwissenschaftlerin, weil sich dieser nicht mit meinem Wunsch nach Familiengründung vereinbaren ließ. Mein schon seit Kindestagen bestehendes Interesse für Natur und Ökologie setzte ich in einem Biologie-Studium u.a. an der Martin-Luther-Universität Halle um. Für meine Promotion an der OvGU spezialisierte ich mich auf Neurobiologie. An der Hirnforschung fasziniert mich u.a. auch die Verbindung zur Psychologie und Philosophie.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig eine starke Wissenschaftslandschaft mit einem funktionierenden Mittelbau und Chancengleichheit ist, Parallel zu Schule und Studium betrieb ich 15 Jahre Leistungssport als Schwimmerin. Dafür kam ich 1996 mit 17 Jahren nach Magdeburg zum SCM und an das Sportgymnasium. Ich nahm an vielen internationalen Wettkämpfen erfolgreich teil, unter anderem von 1996–2008 an allen Olympischen Spielen und wurde 2003 Weltmeisterin über 100m Rücken. Der Leistungssport in Verbindung mit Ausbildung hat mich vieles gelehrt: Disziplin, Strukturiertheit, Durchhaltevermögen, Durchsetzungsfähigkeit, Niederlagen wegzustecken und nicht zuletzt große Pläne über einen langen Zeitraum Stück für Stück umzusetzen – und zwar in einem guten Team. Der jahrelange Umgang mit TV und Printmedien als öffentliche Person machte mich über die Zeit gelassener.

Wofür ich stehe

Ich teile grüne Werte seit ich zwölf Jahre alt bin. Im Studium entschied ich mich gegen ein botanisches Fach, um nicht am Ende mit Gentechnik arbeiten zu müssen (z.B. Monsanto). Der Klimawandel bewegt mich zutiefst. Als Frau und Arbeiterkind sind mir Gleichstellung und Chancengleichheit sehr wichtig – Kernziele der Bündnisgrünen. Nach vielfältigen Erfahrungen in Beruf, Ausbildung und Sport sowie meinem Eintauchen in unterschiedliche Lebenswelten traue ich mir jetzt zu die Verantwortung zu übernehmen, die ein Landtagsmandat mit sich bringt. Die in der Partei gelebte Offenheit und Basisdemokratie ermutigt mich, auch noch recht kurzfristig zu kandidieren.

#moderndenken mit Substanz füllen

Bei meiner Arbeit hatte ich das Privileg, viele kluge und engagierte Menschen in unserem Land kennenzulernen. Es gilt ihnen zuzuhören und ihr Wissen zu nutzen. Deshalb weiß ich und glaube daran, dass unser Land weitaus mehr Potenzial hat – und nicht regelmäßig auf hinteren Plätzen der Rankings landen muss. Dass alle diese Potenziale ausgeschöpft werden, dafür möchte ich mich im Wahlkampf stark machen und als Landtagsabgeordnete einsetzen. – Themen die mir mit meiner Erfahrung besonders am Herz liegen:

  • Bildung zukunftsfähiger machen: Zeitgemäße Schulen mit digitaler Ausstattung und Inhalten, Chancengleichheit für Alle
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbesser
  • Verwaltung modernisieren: Bürgerfreundlichkeit, effziente, konsequente, gemeinsame Verwaltungsdigitalisierung mit kommunaler Ebene; Stärkung der Digitalkompeten
  • Digitalisierung intelligent umsetzen: Förderung von Open source, privacy & security by design für digitale Anwendungen, Förderung von Green IT , Konsequenter Breitband-, MobilfunkundWLAN- Ausbau mit Glasfaser (als Grundlage); Stärkung von kommunalem Engagemen
  • Wirtschaftsumbau befördern: z.B. Nutzung des Strukturstärkungsgesetzes für die ökologische und digitale Transformation
  • Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft ausbaue
  • Bewusstsein für die jüngere Geschichte stärken
URL:http://gruene-magdeburg.de/antje/